Inklusion und Diversität bei Pinterest

Pinterest Diversity Report

Schon seit Tag eins haben wir bei Pinterest ein Ziel: Wir möchten ein Ort sein, an dem Menschen Inspiration finden, um ein Leben zu erschaffen, das sie lieben. Um dieses Ziel in die Tat umzusetzen, ist eine Kultur notwendig, die auf Diversität, Inklusion und Gleichberechtigung basiert. 

In diesem Jahr hat sich die weltweite Pandemie auf unser Privat- und Arbeitsleben ausgewirkt, und überall auf der Welt haben anti-rassistische Bewegungen mehr und mehr Zulauf erfahren. Diese Ereignisse haben uns dazu bewogen, wichtige Gespräche zu führen. Sie haben uns deutlich gemacht, dass wir unsere eigene Kultur hinterfragen müssen. Wir haben Mitarbeiter*innen zugehört, die ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit uns geteilt haben. Und wir haben es uns als Ziel gesetzt, es besser zu machen. Wir möchten mehr tun, um unsere Kultur und unser Produkt zu verbessern und Menschen auf der ganzen Welt zu inspirieren.

 

Mitarbeiter*innen

Damit unsere Pinterest-Mitarbeiter*innen eine positive Arbeitserfahrung haben, stellen wir bei unseren Teams auch in Zukunft Geschlechtergerechtigkeit und Diversität in den Mittelpunkt. Gleichzeitig arbeiten wir daran, die Inklusion für alle aktuellen Mitarbeiter*innen zu verbessern. Das ist natürlich ein stetig andauernder Prozess – doch hier sind einige Fortschritte, die wir bereits gemacht haben:

Vielfältige Belegschaft

Am Ende von 2020:

Pinterest Belegschaft

Neueinstellungen in 2020:

Neueinstellungen Pinterest

Repräsentation

Repräsentation bei Pinterest

Und unsere Verpflichtung, ein inklusiveres Unternehmen aufzubauen, geht noch weiter. Schon im 1. Quartal 2021 konnten wir einen Meilenstein erreichen: 50 Prozent unserer globalen Belegschaft sind Frauen.

Unsere Fortschritte beruhen auf folgenden Vorgehensweisen:

 

  • Wir stellen sicher, dass mindestens 80 % der offenen Stellen in den USA aus einem vielfältigen Pool an Kandidat*innen besetzt werden. So wird garantiert, dass Frauen und ethnische Minderheiten für offene Stellen in Betracht gezogen werden.
  • Wir erweitern unser Ausbildungsprogramm von Elektrotechnik bis hin zum Produktteam. Dieses Programm erhöht die Chancen für Kandidat*innen aus ethnischen Minderheiten, in der Tech-Branche Fuß zu fassen. 
  • In unserem Einstellungsprozess konzentrieren wir uns auf Kompetenzen und Fähigkeiten, um talentierte Kandidat*innen außerhalb der Tech-Branche anzusprechen.

 

Wenn es um Frauen in Führungspositionen geht, konnten wir bereits deutliche Fortschritte erzielen. Und dieses Wachstum möchten wir weiter fortsetzen. Wir bemühen uns außerdem stets, unsere Positionen im technischen Bereich so divers wie möglich zu besetzen. Nur mit den vielfältigen Identitäten, Erfahrungen und Perspektiven unserer Pinterest-Mitarbeiter*innen können wir auch in Zukunft ein innovatives Produkt bieten. Deshalb haben wir uns zu Folgendem verpflichtet: 

  • Bis 2025 werden wir die Zahl der Menschen aus ethnischen Minderheiten auf 20 % erhöhen. Hierbei geht es vor allem um technische und Führungspositionen.
  • Bis 2025 werden wir die Zahl der Frauen in Führungspositionen auf 20 % erhöhen.

Identitäten überschneiden sich auf komplexe Art und Weise, was von diesen begrenzten Klassifizierungen nicht erfasst werden kann. Mit Mitarbeiter*innen in 11 Ländern auf der ganzen Welt arbeiten wir daran, ein lückenloses Bild von den Menschen zu zeichnen, die bei Pinterest arbeiten. Darum bieten wir unseren Mitarbeiter*innen die Möglichkeit, uns noch mehr darüber mitzuteilen, wer sie sind. Dazu möchten wir das binäre Geschlechtersystem hinter uns lassen, Daten über die Vielfalt von Menschen asiatischer Herkunft aufschlüsseln und unsere Demografie wann immer möglich mit einem globaleren Blick betrachten.

 

Inklusive Kultur

Eine vielfältige Belegschaft zu haben ist nur ein Aspekt. Ein inklusives Arbeitsumfeld stellt sicher, dass Menschen aller Hintergründe die gleichen Chancen auf berufliche Weiterentwicklung und Erfolg haben. Im vergangenen Jahr haben wir uns sehr wichtige Bereiche angesehen, die wir verbessern wollten: Lohngerechtigkeit und das Erstellen von Prozessen, um effektiv Mitarbeiterbedenken anzugehen und zu lösen sowie der Ausbau von Schulungsangeboten, damit alle Mitarbeiter*innen ihre Rolle beim Aufbau einer inklusiven Kultur verstehen.

 

Lohngerechtigkeit  

In den USA konnte Pinterest Lohngerechtigkeit für alle Geschlechter und Ethnien erreichen. Das bedeutet gleiche Bezahlung für vergleichbare Arbeit. Im vergangenen Jahr haben wir die Vergütungen erhöht und die Transparenz gesteigert, und wir arbeiten weiterhin an unseren internen Prozessen. In einem dynamischen Arbeitsumfeld erfordert gerechte Bezahlung viel Aufmerksamkeit und dauerhafte Kontrolle. Zweimal im Jahr analysieren wir die Vergütungen und passen sie wenn nötig an, um diese wirklich wichtige Verpflichtung zu erfüllen.

 

Ombuds-Programm 

Wir starten ein Ombuds-Programm, damit alle Mitarbeiter*innen die Möglichkeit haben, in einem sicheren Umfeld mit einer neutralen, ausgebildeten Fachperson zu sprechen und so unabhängige Unterstützung bei der Konfliktlösung am Arbeitsplatz erhalten. Solche Programme sind in der Tech-Branche rar gesät – tatsächlich gehören wir zu den Ersten, die ein solches Programm einführen.

 

Bildung

Zu unseren erweiterten Schulungsangeboten gehören jetzt wichtige Gespräche darüber, wie Menschen unterschiedlicher Identitäten die Welt und ihre Arbeit erleben. Dieses Angebot wird stetig erweitert. Wir möchten bei der Ausbildung von Managern und Führungskräften Fähigkeiten und Kompetenzen im Bereich Inclusion und Diversity integrieren. 

 

  • Einführung in Inclusion: In diesem Workshop besprechen wir, wie Menschen gleichzeitig privilegiert und marginalisiert sein können. Wir beschäftigen uns mit Richtlinien und Praktiken, die womöglich neutral erscheinen, aber Ungleichbehandlung weiter fördern. Bis jetzt haben mehr als 85 % der Mitarbeiter*innen weltweit diesen Workshop abgeschlossen.
  • Harvard-Reihe: Fünf Professor*innen der Harvard Business School haben in einer Reihe aus acht Kursen die Bereiche Führung, Inclusion und psychologische Sicherheit besprochen. Zu den Professor*innen gehören Frances Frei, Tom DeLong, Tsedal Neeley, Amy Edmondson und Francesca Gino. Weltweit haben bereits mehr als 800 Mitarbeiter*innen daran teilgenommen.

 

Diversität im Vorstand

2020 durften wir drei neue Mitglieder begrüßen: Gokul Rajaram, Salaam Coleman Smith und Andrea Wishom. Diese neuen Mitglieder bringen ihre eigenen wertvollen Erfahrungen, Perspektiven und Kenntnisse in unser Unternehmen ein.

 

Pinterest Change Network

Wir haben das Pinterest Change Network eingerichtet. Dabei handelt es sich um eine sorgfältig ausgewählte, weltweit repräsentative Gruppe aus Pinterest-Mitarbeiter*innen, die mit Führungskräften im gesamten Unternehmen zusammenarbeiten, um ihre Perspektiven zu bedeutenden Initiativen und neuen Unternehmensrichtlinien beizutragen. Diese engagierten und einflussreichen Mitarbeiter*innen sind Vorbilder in Sachen Veränderung. Sie bringen bei Initiativen ihre einzigartigen und lösungsorientierten Perspektiven in Bezug auf Kultur, Inclusion und Diversity bei Pinterest ein.

 

Mitarbeiterressourcengruppen

Mitarbeiterressourcengruppen, intern auch als Pinterest-Communitys bekannt, sind vom Unternehmen unterstützte und von Mitarbeiter*innen geführte Gruppen. Sie spielen beim Etablieren einer inklusiven Kultur und dem Fördern vielfältiger Stimmen eine entscheidende Rolle. Pinterest-Communitys haben zu Unternehmensinitiativen beigetragen und Räume zum Vernetzen und Feiern geschaffen. In diesem Jahr voller Herausforderungen haben wir zusätzlichen Support angeboten und eine Reihe vielfältiger und qualifizierter externer Experten hinzugezogen, um Coaching-Möglichkeiten anbieten zu können. Diese externen Experten haben Gespräche vereinfacht und konnten so dazu beitragen, dass Resilienz aufgebaut und das Wohlbefinden und die Karriereentwicklung der Pinterest-Mitarbeiter*innen unterstützt wurde.

 

Unser Produkt

Pinterest-Nutzer*innen können keine Inspiration finden, wenn sie sich nicht repräsentiert fühlen. Aus diesem Grund erweitern wir kontinuierlich unsere Funktionen, damit Diversity auch in den Feeds, Empfehlungen und Suchergebnissen widergespiegelt wird.

Repräsentativer Content

Wir arbeiten mit Händlern und Content-Creatorn mit den verschiedensten Hintergründen zusammen. So stellen wir sicher, dass die Inhalte auf Pinterest die Diversity unserer globalen Nutzer*innen widerspiegeln. Im vergangenen Jahr haben wir uns als Ziel gesetzt, dass mindestens die Hälfte der von uns gemanagten Creator einer unterrepräsentierten Gruppe angehören. Dieses Ziel konnten wir erreichen, und mit Funktionen wie dem Heute-Tab, dem Shopping-Spotlight und dem Pinterest-Shop verleihen wir ihren Stimmen noch mehr Gehör. Mit dem Creator Fund bieten wir außerdem finanzielle Unterstützung. Wir feiern auf unserer Plattform wichtige kulturelle Momente, unterstützen Organisationen, die unsere Werte repräsentieren, und bieten Aufklärung zu sozialen Themen. Dazu gehört auch eine 8-wöchige redaktionelle Reihe mit Gefühlsexpert*innen unter dem Titel „Friday Feels“. In dieser Reihe stand emotionales Wohlbefinden im Mittelpunkt und es wurden im Heute-Tab Ressourcen gegen anti-asiatischen Rassismus geteilt (#StopAsianHate).

 

Unsere Richtlinien

Wir haben unsere Bemühungen fortgesetzt, hasserfüllte Begriffe und Falschinformationen von unserer Plattform zu verbannen. So haben wir zum Beispiel daran gearbeitet, dass Menschen auf Pinterest ausschließlich korrekte Informationen zu COVID-19-Impfungen finden. Seit 2016 verbieten wir Anzeigen mit kulturell unangemessenen Halloween-Kostümen und im letzten Jahr haben wir bestimmte Suchanfragen aktualisiert. Wer nach „Kostüm für Tag der Toten“ sucht, bekommt z. B. in den Top-Suchergebnissen Informationen darüber angezeigt, wie man dieses Fest angemessen und respektvoll feiert. Im April haben wir den Creator-Codex eingeführt. Mit dieser Content-Richtlinie möchten wir sichergehen, dass Pinterest ein positiver und inspirierender Ort bleibt.

 

Algorithmen und Hautton-Auswahl

Unsere Plattform basiert auf Empfehlungen. Deshalb liegt es in unserer Verantwortung, Verzerrungen aus den für Pinterest entscheidenden Algorithmen und Systemen zu verbannen. Dazu verwenden wir in unseren AR- und KI-Technologien vielfältige Daten. Dass uns diese Problematik am Herzen liegt, zeigen unsere Funktionen wie virtuelles Anprobieren und Hautton-Auswahl. Mit diesen Tools können Pinterest-Nutzer*innen Suchanfragen rund um Beauty verfeinern und so noch relevantere Ergebnisse erhalten. Unsere Daten sind im Verlauf der Zeit immer vielfältiger geworden, damit die Menschen ihre Suchanfragen individuell anpassen können. Und unsere Engineering-, Inclusive Product- und Inclusion & Diversity-Teams haben zusammengearbeitet, um die Hautton-Auswahl in 13 weiteren Ländern einzuführen: Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland, Schweiz, Österreich, Niederlande, Indien, Indonesien, Brasilien, Argentinien, Mexiko und Kolumbien. 

Pinterest Produktrepräsentation

Partnerschaften und externes Engagement

Unsere Mission ist es, Menschen dazu zu inspirieren, ein Leben zu erschaffen, das sie lieben – sowohl auf unserer Plattform als auch in den Gemeinschaften, in denen wir leben. Deswegen arbeiten wir mit Organisationen zusammen, die sich für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Wohlbefinden einsetzen – und unterstützen sie finanziell.

 

Der Inclusion-Beirat
Wir haben den Inclusion-Beirat gegründet. Dieser unabhängige Beirat wird einflussreiche Stimmen und Organisationen zusammenbringen, damit diese gemeinsam die Fortschritte hinsichtlich unserer Ziele überprüfen und Unternehmensinitiativen beratend zur Seite stehen können. Aktuell gehören zum Beirat die National Association for the Advancement of Colored People (NAACP), der ehemalige Berater des Weißen Hauses und CEO von Values Partnerships, Joshua Dubois, Asian Americans Advancing Justice (AAJC) und /dev/color, und weitere Organisationen werden folgen. /dev/colorkonzentriert sich auf die berufliche Unterstützung Schwarzer Software-Ingenieur*innen und wird Pinterest im Rahmen einer mehrjährigen strategischen Partnerschaft beraten.

 

Community Rebuild-Programm

Im Juni 2020 erkannten Pinterest-Mitarbeiter*innen die ungleichen wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie und riefen das Community-Rebuild-Programm ins Leben, das black-owned Unternehmen unterstützen soll. Dieses Programm bietet kleinen Unternehmen Live-Schulungen, Werbemittel, kreative Services und Unterstützung bei der Kampagnenaktivierung, um Umsätze und Interaktionen zu steigern. Mittlerweile umfasst das Programm 22 Organisationen und Unternehmen und unterstützt so Schwarze, Latinx, asiatische Menschen und Menschen mit Behinderung. Unser Sales-Team setzt das gewonnene Wissen jetzt intern um, damit noch mehr Unternehmen Pinterest optimal nutzen können. 

 

„Wir konnten die Reichweite unseres Unternehmens steigern. Mehr Menschen kaufen jetzt bei uns und es war einfach eine tolle Erfahrung.“ 

Holly Draper, Inhaberin von Draped, einem Modeunternehmen, das Bekleidung und Accessoires mit afrikanischen Prints anbietet.

 

Holly Draper

Philanthropie
Im vergangenen Jahr haben wir 500.000 USD an führende Organisationen gespendet, die sich gegen Rassismus und für Gleichberechtigung einsetzen. Dazu gehören zum Beispiel das Southern Poverty Law Center und das Othering & Belonging Institute. Darüber hinaus haben wir 750.000 USA in Form von Paid Media für gemeinnützige Organisationen bereitgestellt. Mit unserem internen Spenden-Matching-Programm haben wir mehr als 250.000 USD an Organisationen wie NAACP, CARE, Alliance to End Homelessness und Girls Who Code gespendet. Vor Kurzem hat unser Vorstand eine Strategie für sozialen Einfluss genehmigt. Dadurch werden Fördergelder gesichert, die das Bewusstsein für Herausforderungen im Bereich psychische Gesundheit und mentales Wohlbefinden schärfen sowie Rassismus und andere Ungleichbehandlungen verhindern sollen. 

Pinterest Philantrophy

Methodik

*Zu Führungspositionen zählen L7 und höher

**Ethnische Minderheiten umfassen derzeit Schwarze, Latinx und indigene Menschen. Zur Bezeichnung „indigene Menschen“ gehören Native Americans, Native Alaskans, Native Hawaiians und Pacific Islanders. Die Daten zu ethnischen Minderheiten beziehen sich derzeit ausschließlich auf unsere Mitarbeiter*innen in den USA.

***Dazu zählen Vollzeit-Mitarbeiter*innen, die zur Elektrotechnik-Abteilung gehören. Ausgenommen sind Vorstandsassistent*innen.